Sokrates SChritte in die Freiheit

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sokrates
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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von sokrates » Montag 19. September 2016, 18:14

Auch Du schieße, da haste mich aber mit voller Breitseite erwischt. Danke vielmals !

Emotionen in Tupperdose konserviert. Jahahaha, so ist es.
So ist es auch faktisch mit dem Vorkochen un dzahlreichen Tupperdosen in der Tiefkühltruhe.

Also, darüber muss ich erstmal nach-fühlen....
Danke, Danke, Danke

Ach und das mit den Smilies ist ja alles schön.
ICh wollte mich sicher ein wenig darüber lustig machen. Sorry, bin halt manchmal so.
Danke auch dafür.
Maria

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Der von der Eva
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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von Der von der Eva » Montag 19. September 2016, 18:20

:klasse

Jeder ist halt anders.
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sokrates
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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von sokrates » Dienstag 20. September 2016, 20:19

LIEBER Robert,

nach ein paar Gläsern Wein antworte ich Dir. Du kannst die Wirkung des Alkohols ruhig miteinrechnen.
ICh bin Dir zugleich dankbar für Deine aufrüttelnden Worte und irgendwie wütend und verletzt, weil Du mich so direkt in MArk und Bein getroffen hast.
Ich war früher eine genussvolle, spontane PErson und bin über die Jahre so verhärmt und geplant geworden und nehme vermutlich meine Lebensumstände auch als Alibi für diese Seinsart. Aber auch als Mutter, oder sogar gerade dann sollte man die genussvolle und instinktive Seite leben, die das Kind neben allen pädagogischen, rationalen Häppchen doch ohnehin am meisten aufsaugt.
Aber ja, wenn man mit manchen Dingen dann alleine dasteht - so richtig alleine, mit seiner Art zu denken, zu fühlen, zu spüren.... dann baut man sich ein Fallnetz auf, dass mir zumindest gewährleistet, dass das Minimum immer gewahrt bleibt. Dass, egal wie überfordert und genervt ich bin, ich immer die Mahlzeiten, die Einschlafgeschichte, die Memory-Partie oder die Fahrrad-Tour hinbekomme. Mein Kontrollmechenaismus war nun mal immer die Abstinenz zur Völlerei, obwohl ich Essen und Genuß liebe.
Mit Abstand muss ich nur eingestehen, so sehr Du ins Schwarze getroffen hast, so sehr verstehe ich in der SUmme warum ich so gehandelt habe.
Es ist einfach nur unglaublich krass, es gespiegelt zu bekommen. Danke dafür!

Wie war das - hast Du Kinder? Bestimmt, oder? Denn dann geht man mit dem Thema Eigenkontroille anders um. Die Krux ist ja nur tatsächlich - und daher hast Du recht - dass sich die Eigenkontrolle im Endeffekt immer gegen das sicher Kleinfamilien-Konstrukt richtet und es ad adsurdum führt und nur gelebte Emotion in der von Dir beschrieben Form eine sichere Basis für ein gelungenes Leben bietet. Die chaotische und emotionale Seinsart bedarf nur gewisser Eigenschaften, die ich nicht mein eigen nennen kann. Selbstsicherheit, Selsbtvertrauen, Geborgenheit und Zuversicht.

Ne, habe ich nich tmomentan.
Heute wurde mein Plan vom eigenen Auto auch zerrissen, Ist einfach zu riskant mit meinen Finanzen. Also doch Car sharing.
Das war mein erster Impuls mit dem Rauchen aufzuhören. Wieder selbstständig mo bil sein zu können. Ich will dennoch in Gedanken mobil bleiben.

JEtzt habe ich Freitag Geburtstag. Das ist ein nettes Geschenk: zwei Wochen rauchfrei.
Ob der junge Herr, den ich zu mögen mich überwunden habe - der aber irgendwie nicht kann, weil er noch an seiner Frau hängt - ob der sich noch zu mir gesellt - wer weiß? Ich glaube, ich hätte ein wenig Zuneigung verdient.... habe gestern bei dem ersten Biodanza.Kurs Rot und Wasser geheult, als wir uns mit geschlossenen Augen die HGände gestreichelt haben.
ICh sagte es ja bereits - es geht um Zärtlichkeit und Zuneigung. Die fehlt mir.

Egal - blaba. Robert: ich mag die Art, wie Du bist und die Dinge siehst - ich bin anders - auf meien Art, leider denbke ich oft - aber ich bin nun mal so - ich kann nichts dafür. SCheiße!
Danke jedenfalls.
M.

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Mickie
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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von Mickie » Dienstag 20. September 2016, 20:45

Hi Sokrates,

ich zuppel mal Roberts Ofenbank her platziere dich drauf und leg dir eine Decke um und einen Arm um dich und schaue mit dir in den Sternenhimmel.

Weisst so unterschiedlich jeder einzelne Stern ist, so unterschiedlich sind wir Menschen und doch wenn nur ein einziger Stern fehlt, ist das Bild unvollständig und wenn du nicht wärst wie du bist würde auch etwas im Ganzen fehlen.
Ich habe früher immer gedacht niemand ist so wie ich und niemand versteht mich und meine Gedankengedänke sowieso nicht, erst langsam habe ich verstanden ja sojemand wie mich gibt es nicht, es gibt aber ganz viele um mich rum, die ähnliches erlebt haben, ähnliches empfinden und mir näher sind, als ich wahrnehmen konnte. Auch habe ich nach und nach verstanden, heilen aus dem Aussen kann mich keiner, aber ich kann Hilfe von Aussen annehmen um mit mir selbst in den Frieden zu kommen.

Bei den Aborigines heisst es: Jede Begegnung ist für uns wichtig aus jeder nehmen wir etwas mit, wenn sich Wege trennen sage immer: Danke das ich von dir lernen durfte.

Ich freue mich, was von dir hier alles an Entwicklung passieren wird, je länger der Rauchstopp zurück liegt. Hier ist niemand alleine.

Lieben Gruß

Mickie

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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von Der von der Eva » Dienstag 20. September 2016, 22:15

Maria,

Das mit dem Auto tut mir leid für Dich. Ich kann mir vorstellen, wie sehr Du Dir das wünscht. Hoffentlich kommt mal wieder eine Gelegenheit vorbei. Ich drück Dir die Daumen.
Aber he, ich bin richtig stolz auf Dich, Du hast heute, wenn ich richtig gezählt habe :zaehl1 ersten Schnapszahltag. Also auch ein guter Anlass die 11 Tage mit einem Gläschen oder so zu feiern.
Du machst das sehr gut mit dem Nichtmehrrauchen. Vor allem deswegen, weil Du von Haus aus gleich einmal die Reise ins ich angetreten bist, Du hast Dich hier nicht lange mit Mittelchen und Effekten aufgehalten, schnurstracks rein ins ich. Und dann kommt, was kommen muß: Man sieht auch Dinge, die hauen einen schon mal um.
Aber: Du hast nicht geraucht! :klasse
Meine Reise ins ich während des Entzugs war ja auch ein Augenöffner, doch ich hab jetzt mit der Sucht meinen Frieden gemacht.
Und ich glaube ganz einfach, daß es vielleicht für Dich wichtig sein könnte, das mit dem Nichtmehrrauchen auch dauerhaft sicher zu stellen, wenn Du diese Kopflastigkeit mit etwas mehr Authentizität und Emotionalität ausgleichen könntest. Denn es täte Dir vielleicht gut, und wenn es Dir gut geht, gehts dem Junior auch gut.

Jedenfalls kommt Dein Beitrag eine ganze Ecke authentischer, echter, daher, als die bisherigen Beiträge von Dir, ich finds gut. Da bewegt sich was. Sich drauf einlassen ist wohl angesagt, weiß aber keiner, was rauskommt.

Jo, und vier Kinder, drei Enkelkinder ein Kater und eine Eva nennen mich ihr Eigen, um Deine Frage zu beantworten.

Alles Liebe,
Robert
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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von sokrates » Donnerstag 22. September 2016, 07:44

Lieber Robert,

du triffst ein wenig sanfter meine Punkt und ich kann das gut zulassen.
Denn meine Reise ins Ich wird rasanter - aber so, dass ich sie steuern kann - so, dass ich merke, dass ist richtig - auch wenn es richtig weh tut und ich wieder alles weg machen möchte.

ICh habe just gestern - aber eigentlich schon die letzten Tage und Monate - eine Situation durchlebt, die mir wieder Einiges offenbart hat. ICh hoffe sehr, dass es nicht bei dem Sezieren bleibt, weil ich ja selbst merke, dass es mir nichts bringt.

Eins vorweg: mir hat gestern eine Nachbarin, als ich heulend vor ihr stand eine Kippe angeboten, und ich dachte nur: Ne, wegen dem Typ fängst du gerade jetzt nicht wieder an"!!
Ja, es ging also um einen Mann: frisch getrennt, hatte mich aufgegabelt, dann ging es hin und her: ich sei zu erwartungsvoll. Ja, weil ich seid vier Jahren alleine bin! Dann kamen wir uns immer wieder näher - aber es ging jedes Mal von mir aus und er sagte auch, dass er sich momentan auf nichts einlassen könne und so ein "feeling" hätte, dass ich nicht die Richtige sei.
Naja, ich habe die Worte alle umgangen, weil er dann mit sich und seinem Körper immer eine andere Sprache gesprochen hat. ABer die verstehen Männer und Frauen ja unterschiedlich.
Naj, ich habe über den Sommerurlaub die Geschichte abgelegt und mich distanziert.
Jetzt kam er bei einem der wenigen Tanzabenden irgendwann mitten in der Nacht noch aufgelaufen und hat mich umzirzt wie die Motte das Licht und wie eine Hyäne auf jeden Kontakt zu einem Mann meinerseits reagiert. Da habe ich ihn wirklich bemitleidet, weil er so wenig Halt in sich hat, aber zugleich wähnte ich natürlich auch meine Chance, dass wir beide uns den Halt geben könnte, den wir brauchen.
Naja, beim nächsten Teleofonat hatte er wieder alles negiert: der Alkohol. Beim nächsten Tanzabend dann wieder distanzierter.
Mir wurde klar, mich macht das Hin und Her kirre. Und ja, als er mich wieder versucht hat am Telefon zu vertrösten, bin ich in die Vollen gegangen und habe direkt das eingefordert, was zumindest reibungslos und unkompliziert funktioniert hatte. "Dazu" wollten wir uns also verabreden. Nun kam gestern die SMS: es tut mir leid, aber ich habe mich in eine andere Frau verliebt.
Das war ein SChlag und eine Befreiung zugleich. ICh konnte nur höhnisch lachen.
Wie kann man sich in so kurzer Zeit anderweitig verlieben. Lief wahrscheinlich parallel. Ich weiß es nicht. Ich bin froh über die Klarheit. Habe meinem Unmut Luft gemacht und ihm was an die Haustür geschmiert.
ER war trotz allem ein weicher, aber völlig haltloser Mann. Jemand, von dem eine verkopfte Person wie ich die EMotionalität und Authenzität erhofft, die mir selbst abgegangen ist.
Sicher hat er gerochen, dass ich sie verloren habe und war nicht dazu bereit, sie mir mir neu zu entdecken. Und genau so einen Mann suche ich. Der auch meine Vorzüge sieht und die Gründe für mein So-WErden, um es mit mir ein wenig aufzulockern.

Jedenfalls fühle ich mich wie nach dem Rieseneklat, als der Kindsvater sich von mir getrennt hat. Und jetzt: vier harte Jahre später erlebe ich das gleiche in Miniaturform und hatte gestern kurz ernsthaft lebensmüde Gedanken.

Bei dem Gespräch mit meiner Mutter danach wurde mir aber auch noch einiges anders klar.
Dass ich wie mein Vater ein melancholischer, einsamer und jähzorniger Mensch von Haus aus bin. SO Jemand will man erstmal nicht.
Dass es ein SChrei aus der Not heraus ist, den ich häufig gegen meine Mutter richte.... dass ich schon so resigniert habe und mich aus lauter Verzweiflung an einen offensichtlichen Spasti dranhänge, der zumindest für mich Gift ist... dass ich wieder versteiner und funktioniere.... all dass wurde mir klar bei der Reise ins Ich. So sieht zumindest meine Persönlichkeit aus, nachdem die Leichtigkeit der 20er Jahre verklungen ist.

Und auch, wenn hier manche denken: Oh Gott, ist die wehleidig, selbstmitleidig, öffnet sich zu stark und zeigt ihre Breitseite: ich bin stolz darauf ehrlich zu sein.
Auch wenn ich nach so einer Geschichte späre, dass ich wie ein Sprudel überschäume und die weibliche GEwissheit, geliebt werden zu dürfen nicht in mir trage. Woher soll sie auch kommen.

Das ist das Einzige, wass Deinen Ratschlag so schwierig macht.
Woher soll die Emotionalität und Authenzität kommen, wenn vier, beinahe fünf Jahre mein Leben darin bestand, hektisch japsend den Kopf über Wasser zu halten in dem Bewußtsein: der Vater meines Kindes, der schert sich einen Dreck um uns.
Das ist eine Erkenntnis, die verändert Dich. Genauso wie der Tod Dich verändert.
Tut mir leid, ich muss die korrekten WEisheiten auf meine Ebene runter ziehen, sonst bringen sie mir nichts.
Das Einzige was mir momentan hilft ist die einzig kluge Aussage des Kindsvaters:
"Man muss lernen in dem SChmerz zu stehen - ihn auszuhalten und nicht weg machen zu wollen"
ICh glaube, dass ist mein Ansatzt, denn durch das weg machen wollen bin ich hektisch geworden. ICh bekomme die WEste aber nicht mehr weiß.
ICh glaube, dass ich authentisch und emotional zu sein lernen kann, wenn ich diesen SChmerz, was mein VErhältnis zu allen Männern, die mich begleitet haben, angeht, wenn ich den annehmen kann. Dass ich eine unfassbare Sehnsucht nach Liebe habe - dass sie mir aber von diesen Männern immer wieder verwehrt wurde. Durch Tod, durch Trennung, durch Allein lassen.

ICh habe keine Auflösung. Ich merke nur, dass ich durch einen Sumpf wate, den ich zuvor immer umgehen wollte.

So, muss jetzt los. Gruß
Maria

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Mickie
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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von Mickie » Donnerstag 22. September 2016, 09:08

Hallo Maria,

ich hole mal tief Luft, weil es schon beim Lesen schmerzt, wenn die eigene Mutter sagt: So jemand will man erstmal nicht. Es erchüttert mich immer wieder, wie leicht verletzende Worte über die Lippen kommen ohne darüber nachzudenken was es bei dem anderen anrichten könnte. Eltern die einen Bedingungslos Lieben sollten und dann so ein Satz.
Andersrum ist genau dass das Muster was es vielen im Erwachsenen Leben so Schwer macht sich selbst so zu nehmen wie man ist, mit all seinen Stärken und Schwächen, das Gefühl der Wertlosigkeit reist mit und die Suche Geliebt werden um Sich selbst willen beginnt.
Den Prozess zu begreifen, dass die Liebe die man sich wünscht von seinen Eltern nie kommen wird und dass dies vorbei ist und wir uns nur selber trösten können, unser verletztes inneres Kind lieben und trösten dürfen, ist für mich einer der schwersten Wege. Kinder lieben Ihre Eltern immer Bedingungslos egal was wir Eltern machen und das einzige was wir Eltern tun müssen unser Kind so zu lieben wie es ist.
Dein Kindsvater hat schon was wahres gesagt, den Schmerz zulassen, ihn aushalten und nicht zu betäuben ist im Heilungsprozess wichtig. Genauso wie ich immer wieder mühsam gelernt habe, Gefühle zulassen, aushalten und daraus gestärkt hervor gehen. Emotionen und Gefühle sind unser Barometer wie es uns geht und wenn wir die mit Sucht etc. betäuben erscheinen wir im aussen wie eine verschwommene im Nebel stehende Person.Wenn wir klar in unseren Gefühlen stehen, sind wir für den anderen authentisch und er sieht eine lebendige Person die Bunt in ihrem ganzen Wesen ist.
ICh bekomme die WEste aber nicht mehr weiß.
Diese Worte von dir, da kam mir sofort: Weiss war die Weste als wir auf der Welt kamen, danach wurde sie Bunt in allen Farben des Lebens damit wir Strahlen können und individuell und einzigartig auf unserem Weg des Lebens wandeln zu können.

Deine Verzweiflung kommt immer wieder durch bei deinem Posting, aber auch deine unglaubliche Stärke und die Lust dich selbst neu kennen zu lernen, den Sumpf zu durchwaten um Ende zurückzublicken und stolz auf sich zu sein.

Geh deinen Weg weiter, Schritt für Schritt, ruhig langsam und bewusst, nimm Rastplätze an um zu Ruhen, sich anzulehnen, zu entspannen und um Kraft zu tanken.

Ich glaub an Dich.

Lieben Gruß

Mickie

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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von sokrates » Samstag 24. September 2016, 12:15

ICh melde mich mal wieder hier nach einigen turbulenten Tagen.
Mir hat vor zwei Tagen der Mann, den ich kennen gelernt hatte offenbart, dass er sich in eine andere Frau verliebt hätte.
Ich kann garnicht sagen, was das alles in mir auslöst. Sehr viele alte Urängste in jedem Fall.
Es ist wie nachdem der Kindsvater mir offenbart hat, dass er eine andere Frau hatte und mir direkt ein Kind gezeugt hatte. Das sagte er mir im Wochenbett.
ICh glaube, dass ich dieses Trauma nicht verarbeitet kriege und es jetzt wieder aufflammt.
Bin ziehmlich ausgetickt. Habe ihn 1000 mal angerufen und er hat natürlich nicht abgehoben.
Die Bilder, wie er die ander ....., machen mich verrückt. Es ist mein Urschmerz, wie sich Jemand von mir ab und Jemand anderem zuwendet.
Auch die wahrscheinliche Tatsache, dass er in seinem Karrussel momentan garkeine Liebe verspüren kann, ist kein Trost. ER kann seinen Instinkten nachgehen, während Jemand wie ich sich wieder zurück zieht un dseine gesamte Existenz als Frau hinterdragt.
Warum bin ich nicht die Jenige, die einen Mann nähren kann ? Was ist es, dass diese Männer spüren, was ich nicht habe und sie von mir weg treibt. Und wieso kann ein solcher Mann, der viele andere Seiten an mir attraktiv findet nicht bei mir bleiben und diese Mängel mit mir zusammen beheben. Und er hatte weiß Gott auch viele Mängel, die ich gerne mit ihm zusammen angegangen wäre.

Eigentlich ist es ein einziger riesiger SChmerz momentan und ich habe tatsächlich das Gefühl mitten drin zu stehen.
Hatte gestern sogar noch Geburtstag und habe dennoch drei Frauen zu einem leckeren Festmahl eingeladen und wir haben geschlemmt und WEin getrunken. Trotzdem Wiederaufflammen des Traumas habe ich mich dem Leben zugewandt und ich spüre nur, wie ver - rückt dieser SChritt für mich ist, weil ich mich eigentlich wieder in meinen Kokon zurück ziehen will und mich selbst bemitleiden.
Habe heute auch extreme NAckenschmerzen bekommen. Eigentlich das, was mir Patienten immer sagen und was ich bei manchen POatienten etwas belächel, weil es sehr starken psychischen Hintergrund hat. Bei mir hat es den auch: ich habe losgelassen und bin mitten rein in den langen Einsamkeitsschmerz und verspanne unwillkürlich.

ICh bin zwei Mal zu seinem Haus gefahren. Einmal habe ich mit Lippenstift "SChwein" auf ein Fenster geschrieben. Zwei fiese sms - aber meine Wut ist noch nicht verpufft.
Es geht auch nicht nur um ihn als Person - sondern um die Tür, die er in mir aufgestoßen und wieder zugeknallt hat. Dass ich einmal nicht stark und kontrolliert das Leben aufrecht halten muss, sondern dass Jemand da ist, und mich als Frau sieht und will. Er hat von dieser Frau aber nur das gesehen, was er gebraucht hat und den Rest weg geschmissen, SO kenne ich das.
Das ich Zärtlichkeit und Verlässlichkeit brauche, das wird mir klar. Je klarer es wird, das mir dies verwehrt bleibt, desto stärker ist der Reiz, den ich einforder und lasse mich auch eine Sex-GEschichte ein. So war es bei ihm, abgesehen von kleinen Lichtblicken, die ich hart erkämpft habe, auch. ICh glaube aber auch, dass er in einer ähnlichen SItuation wie ich steckt.
ICh dachte daher auch die ganze zeit, dass wir eine Chance hätten und ich nur geduldig daran glauben muss, was bei ihm noch durch stärkere Reizsuche ausgelebt werden müsse.
Aber irgendwann schlägt auch bei mir immer die BEdürftigkeit durch. ICh brauche auch etwas, und ich kann einen Mann auch nur nähren, wenn er verlässlich hinter mir steht. Und das hat er von Anfang an nicht getan.

Ich drehe nur wirklich etwas durch, weil ich Angst habe, dass nun wieder lange ZEit diese krasse Realität in meinem Kopf pocht - und ich nicht wenigstens ein wenig hoffen kann . auch wenn ich von Anfang an wußte, dass es beinahe Aussichtslos ist. ABer dieser kleine Funke allein - nach langer Einsamkeit - nach langer Négation dieser kindlichen, infantilen Seite, der hat mich jetzt ein halbes Jahr herum gewirbelt.
Und ja, ein anderer Teil, will jetzt wieder ruhigere Bahnen.
Habe meinen Nebenjob und eine Honorartätigkeit ab November organisieren können, was gut machbar ist und uns etwas mehr Freiraum schafft. Der mir gut bekannte Teil in mir sagt: So: weiter geht's: jetzt packste das an.... und weiter .... das mache ich nur mein Leben lang - und kann eigentlich nicht mehr - aber so wird es laufen.
Die Hoffnunf sich einmal fallen lassen zu dürfen, Momente zu genießen, Verbindlichkeit leben und nach außen vertreten zu können - die ist wieder radikal zerplatzt.
Und es geht mir grad so scheiße - weil ich dieser Hoffnung nachgegangen bin und gerade denke: bleib lieber bei trocken Brot, dann wirste nicht emotional und kannst nichts kontrollieren.
Es ist der Teufelskreis, der so fest verankert ist, dass von außen mich Jemand schütteln möchte .... so wie DU Robert wahrscheinlich.... aber es steckt in mir aus einer tiefen Angst und Not heraus. Ich weiß nicht, wie und ob ich es schaffe, da weiter zu balancieren.

Es ist alles zum Kotzen... scheiße.... ich hasse alle und die WElt da draußen!
Und möchte einfach nur in den Arm genommen werden.
So jetzt fahren wir mit dem Fahrrad eine Tour. Die NAtur ist das Einzige, was mich trösten kann-
Maria

Glasmurmel

Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von Glasmurmel » Sonntag 25. September 2016, 10:10

Hallo Maria,
ich lese hier mit. ich bin jetzt vom Smartphone aufs Laptop umgestiegen, denn der fertige Beitrag war schon einmal weg...

Was tröstet?
Ja, die Natur tröstet, eine befriedigende Arbeit tröstet, das Gefühl, gebraucht zu werden.
Nun kannst du einwenden "Das sind alles Ablenkungsmanöver vom Kernproblem dessen, dass ich keinen Seelenpartner habe, der mich versteht".
Es schmerzt mich zu lesen, denn ich kenne es so gut. Sobald du dich fallen lässt, wirst Du fallen gelassen, nicht wahr?
Bei mir hat die Bearbeitung lange gedauert, es waren 15 harte Jahre, in denen mir nur "unmögliche" Beziehungen "vergönnt" waren. Aber weißt Du was? ICH habe mir diese Zeit "gegönnt". Und das Leben setzte mich immer wieder auf denselben Pott, Lerninhalt war jeweils:

- Du bist ohne (männlichen?) Partner nicht halb. Du bist schon ganz!
- Sei autark, Du bist wie Du bist: nämlich toll! Wer das nicht sieht, hat Dich nicht verdient.
- Genieße, was Du hast. Ein Partner ist das Tüpfelchen auf dem "i".
- Gib Deine Ansprüche, die DU an den Seelenpartner stellst, NEVER EVER auf.
Wie soll er sein? Stell ihn Dir vor. Was hat er denn für Eigenschaften? Ist er in der Lage, Dich im Ganzen so anzunehmen, wie Du bist?

Es könnte dich heilsam aus dem Hamsterrad herausnehmen, das Suchen aufzugeben und Dich DIR und Deinen Belangen zuzuwenden.

Ich denke an Dich und wünsche das Allerbeste.

sokrates
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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von sokrates » Sonntag 25. September 2016, 21:29

Danke GLasmusrmel,

ich habe mich die letzten beiden Tage erst wieder aus dem totalen Chaos heraus manövrieren müssen, so dass ich langsam erst wieder auf dem Null Level angekommen bin.
Es besteht keine GEfahr mehr irgendwelche bösen sms ins Nirvana zu schicken oder doch noch direkten Kontakt zu suchen.
Ich bin einfach nur müde.
Und wie automatisiert im Gesit auf einer sehr alten Bahn unterwegs.
Habe früher Leistungssport gemacht. Bin heute bei dem Stadtlauf mitgelaufen, bei dem ich vor beinahe 15 Jahren eine VErletzung mitgenommen habe, die mich zum Aufhören gezwungen hat.
Der Lauf heute steht für mich für einen Neubeginn. ICh möchte nun richtig anfangen mich auf meinen großen Traum vorzubereiten. Der hat nichts mit all dem Füllmaterial des Lebens zu tun, das eigentlich BEdeutung in sich trägt. Aber es ist ein Ziel, das mir gerade Luft zum Atmen gibt, so dass ich dessen Sinn nicht hinterfragen möchte. Und im Hinblick auf das Projekt Nichtrauchen gehört dieses Ziel eigentlich wie die Butter aufs Brot.

Ich schreibe dies hier mal hin wie ein Postulat:
Nächstes Jahr zu dieser Zeit laufe ich den Berlin Marathon!!!!
Und das glaube ich mir, weil es mich zu mir führt. Dahin, wo ich eigentlich nicht hinschauen will. Und dich glaube, dass es da drinne, wenn ich geduldig und konsequent meine Kreise immer tiefer rein laufe, eigentlich ganz schön aussieht. Daran erinnere ich mich zumindest, als ich früher gelaufen bin.
Das wird ein langer Weg - aber ich bin gut vorbereitet.

Danke Euch allen, die mir auf all die Sülze - all den abgehackten SChmerz antwortet.
ICh weiß, dass ich dies auch bei anderen tun sollte - aber dazu habe ich nicht die Kraft.

Allen anderen, die verquer oder stringent hier unterwegs sind: WIr sind einfach stark!
Maria

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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von sokrates » Mittwoch 28. September 2016, 15:48

Ja, schade, dass sich Niemand bei mir meldet. Bin wohl mal wieder zu Ich-bezogen - oder es ist einfach so.
Nun sind es ein paar Tage rauchfrei. WEiß garnicht so genau. Eine Woche vor meinem Geburtstag ca. Läuft weiterhin ganz gut mit dem rauchfrei sein - aber es gibt eeben viele andere Baustellen.
Momentan helfen mir lange Läufe hier im Umland. Muss die ganze Sache mit diesem Mann auch irgendwie ablegen - arbeiten - und meinen Sohn erziehen. Da muss Jemand wie Ich schon zusehen, nicht durchzu drehen. Und damit breche ich mir keinen Zacken aus der Krone.
Mir wurde heute bei der Entspannung klar, dass ich einen sehr anstrengenden Lebensweg hingelegt habe.
Habe an meine intensivste Liebesbeziehung gedacht, die mich nachhaltig verändert hatte. Dieser Mann konnte keine Kinder bekommen mit seiner Frau, die er mir verheimlicht hatte.
Heute hatte ich es als Fügung des SChicksals - als Genugtuuung oder was auch immer gesehen, dass ich es nach der schlimmen Verletzung, die er mir damals zugefügt hatte, dennoch geschafft hatte mich nochmal auf Jemanden einzulassen und ein Kind zu bekommen, auch wenn mich dieser Mann auch verlassen hatte. Eigentlich war der zweite Mann, der Kindsvater, nur zweite Wahl und meine große Liebe war dieser erste Dozent an der Universität, mit dem mich sehr viel verbunden hatte.

Momentan ziehe ich so insgesamt Bilanz habe ich das Gefühl - ich kann dies tun und mich über die momentane Situation erheben, weil ich weiß, dass ich vor ihr gleich ein Stück davon laufen kann.
Es ist mein größtes Glück momentan durch irgendwelche Käffer in der Umgebung zu laufen.
Nichtrauchen und Laufen gehört unmittelbar zusammen.
Grüße
Maria

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Mickie
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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von Mickie » Mittwoch 28. September 2016, 21:01

Hallo Sokrates,

natürlich habe ich dein Beiträge gelesen und ich finde Sie genau passend in deinem Tagebuch. Deine Beiträge bewegen mich auf eine ganz eigene Art und ich mag dir nicht oberflächlich antworten ala, hey cool 5 Tage Rauchfrei, weiter so. Deine Beiträge hier sind aus meinem Verständnis, wo es gut ist, wenn jeder gut überlegt warum möchte ich dazu etwas sagen und was hat es mit mir gemacht. Auf eine verletzte Seele draufhauen das ist einfach, aber sich die Zeit zu nehmen, zu fühlen was macht etwas mit mir und wie wäre es mir ergangen, ist immer auch für den Leser eine Gradwanderung auf seinem Weg des Lebens.
In den letzten Tagen war ich wieder viel in der realen Welt unterwegs, ich habe Stunden in der Rettungsstelle eines Krankenhauses verbracht, habe Wartezimmer anderer Ärzte von innen gesehen, habe erlebt wie Schule auch gehen kann, wie Worte gefunden werden können und wie es möglich ist nicht dem anderen die Schuld zu geben und sich selbst aber auch nicht.
Im "realen" Leben hat mich also viel berührt und ich schaue da wie ich meine Ruhephasen finde um in meiner Balance zu bleiben und diese ruhigeren Phasen gönn ich mir auch hier im Forum.

Vertrau dir selber, du bist es dir Wert Wertgeschätzt zu werden, so wie du bist, davon bin ich überzeugt. Eine Runde Stolz sein auf das erreichte und die Pause um zu schauen was war noch nicht so gut, darf jeder, guck auf dein Ziel wo willst du hin, welches ist das nächste kleinste Ziel was geschafft werden kann. Schritt für Schritt.

Aber du schaffst das! Davon bin ich überzeugt.

Lieben Gruß

Mickie

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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von sokrates » Donnerstag 29. September 2016, 21:19

Hallo liebes Forum, hallo Mickie,

danke für Deine Rückmeldung.
Es ist nicht so, dass ich eine Antwort erwarte. MAn sollte ja ohnehin möglichst wenig erwarten, weil einen das nicht so unglücklich macht. Aber man freut sich eben über die Anteilnahme hier. Und das hat mir in der ersten Zeit geholfen - gerade dann, wenn man garnicht empathisch ist und seine Wortwahl oder seine gesamten Darlegungen der Situation auf den Adressaten ausrichtet - sondern einfach nur abrotzt.
ICh merke, das sich diese EInstellung allein bereits geändert hat.
Das habe ich auch in meinem realen Leben erlebt.
Ich habe hier ja in dieser rotzigen Art von dem Mann erzählt, den ich kennen gelernt habe und der letzlich nicht mit mir zusammen sein will. Irgendwie komisch, dass dies in letzter Zeti alles so aufeinander trifft. Aber es war auch er, mit dem ich das Rauchen ja wieder begonnen hatte, nachdem ich zu Beginn meiner neuen Arbeitsstelle bereits zwei Monate clean war.
JEdenfalls merke ich eine neue Klarheit hier, wenn ich schreibe - und eine neue Klarheit in meinen Emotionen zu diesem Mann.
Er hat mich ja sehr klar ins Abseits gestellt - und ich habe mich dennoch dazu durchgerungen, authentisch zu bleiben und mich in meiner Verletzung ernst zu nehmen und nicht über zureagieren - erneut, so wie ich das im ersten Augenblick getan habe und mir auch nicht übel nehme. Ich habe ihm einen langen Brief geschrieben, in dem ich alle Windungen meinerseits erklärt habe und insgesamt so eine Art Gesamtübersicht über unsere BEgegnung erstellt habe.
Meist denkt man ja: Ach, das war doch nur ne kurze GEschichte - Schwamm drüber und weiter.
ICh bin froh, diesmal die wahre Breite in meinem Herzen wahrgenommen zu haben, die sich nicht nur in der Länge einer Beziehung fest macht. Sondern für mich ist die Intensität der Gefühle entscheidend., die aufeinander prallen - und die waren bei uns beiden sehr intensiv, weil wir beide vieles zu bearbeiten haben, was hochgekommen ist.

Naja, was für mich jedenfalls entscheidend ist -. dass ich in der letzten WOche - nach seiner radikalen Ablehnung - wie eine MAschine Laufen gegangen bin. Jeden abend kam meine Mutter - und ich bin ihr dankbar, dass sie ohne zu murren versteht, dass es von Nöten ist, dass ich weg laufe. Ja, und dann ab in die Walachei. Zwei Stunden meist - so, dass ich auf den letzten Kilometern beinahe wieder dieses Quäl-Gefühl aus früheren Leistungssport-Zeiten hatte. Es ist ein inneres Auszehren, das sich jetzt vielleicht fies anhört. Für mich allerdings ist es fast eine körperlich erlebte Kompensation zum Rauchen. Denn ich habe oft geraucht, weil ich dieses Gefühl innerlich nicht mehr wahrnehmen konnte, weil ich mich so schwammig und konturlos wahr genommen habe. Es sind diese hart erkämpften Momente, in denen alles Belastende - Rauchen, Männer, die mich nicht lieben können oder wollen - von mir abfällt und ich mir selbst wieder nahe komme. DIeses Gefühl würde ich so gerne konservieren.
Aber ich kann nicht immer laufen - und ich merke schon jetzt, dass eine Grundsicherheit zurück kehrt, dass ich dafür sorgen werde - auf Biegen und Brechen - dass ich dieses sichere Gefühl in mir selbst immer wieder herstellen kann, so dass es sich auch in meinen Alltag automatisiert einstellt.
Diese körperliche BEscheibung mag für manch einen befremdlich klingen - aber dieses ganze Gift hat ja eine beinahe ätzende Wirkung in der Luftröhre, in den Lungen verursacht, was man ja wollte. Es war wie ein Einsaugen - so ähnlich wie Hunger, um eine innere Leere zu stillen.
Ich sehe es nicht nur neurologisch, dass man die Rezeptoren im Gehirn stimulieren wollte. Ich sehe es als eine Art Absorbtion - ein sich EInverleiben - Wollen.
WEnn man nun diese Leere anderweitig fühlen lernt - und es fühlen lernt, dass eine weiche Füllmenge den Platz ausfüllen kann, dann glaube ich, kann man dem Drang von außen die Leere zu füllen stand halten. Und es gibt für Jeden eine andere Art und Weise warme Gebprgenheit fühlbar zu machen - über BEwegung, über Musik, über KReativität.

Ich sehe es momentan als das größte Glück und die größte Chance an, dass man durch den Rauchstopp einen Weg zurück zu seiner Leidenschaft findet und sich beinahe wie als Rettungsschirm an diese klammert. In der ersten Zeit zumindest.
Und das ist okay für mich - weil ich diese meine Leidenschaft - das Laufen - lange stiefmütterlich behandelt habe.

So, nach meinem heutigen Lauf - einem Glas Rotwein und HAndkäse mit Musik freue ich mich nun auf meine Bett und eine Folge Dr. House.

ICh grüße Euch
Maria

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Der von der Eva
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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von Der von der Eva » Samstag 1. Oktober 2016, 06:25

Maria,

Leidenschaft ist wichtig, das denke ich auch. Leidenschaft ist jene Energiequelle, die uns über so Schwierigkeiten wie Entzug treiben kann. Leb sie maximal und ohne groß nachzudenken aus. Was soll schon groß passieren?

Alles Liebe,
Robert
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» Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust, mit Idioten zu diskutieren. « - bei Maja geklaut

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Re: Sokrates SChritte in die Freiheit

Beitrag von sokrates » Montag 3. Oktober 2016, 07:44

Lieber Robert,

danke für Deinen erneuten Hinweis aus dem Bauch heraus.
Menschen aus dem Bauch heraus imponieren mir irgendwie immer sehr.
Weil Menschen aus dem Kopf heraus immer mit Handbremse unterwegs sind.
Sowas wie Leidenschaft will da erst wieder neu gefühlt werden.
Wie das Wort schon sagt, schafft die ausgewählte Aktion ja LEiden.
Es geht darum nicht nur an der Oberfläche zu bleiben und zu sagen: Brav gemacht.
Ich merke, je länger ich laufe, dass ich an die Grenzen meines GEistes - und klar - auch des Körpers komme, die ich von früher kenne. Das Überschreiten bringt mir die Sicherheit, die mich früher gehalten hat. Als ich eigentlcih ähnlich erschüttert und haltlos war. Damals nach dem Tod meines Vaters - und jetzt nach Jahrelangem Allein ERziehen und der erneuten GEschichte mit einem Mann, der mit mir nur sein Ego aufputscht. ER hat zwar irgendwann gesehen, wass ich brauche - aber er konnte oder wollte es mir nicht geben.
Mir wird durch diese fiese GEschichte momentan klar, dass ich noch immer erwarte, dass Jemand externes mein LEiden schafft - mir quasi Leben einhaucht. Und er war genau so ein Typ, aus dem Bauch heraus und leidenschaftlich. ICh dachte, dass er gerad von meiner etwas gesetzteren Art angezogen sei - aber das war ein Trugschluss. Vermutlich hat er auch gesehen, dass hinter dem Gesetzsein nur die Unfähigkeit steht wieder für sich aufzustehen.
Das hätte ich gerne mit ihm zusammen getan - weil es mir immer gefehlt hat, sich zusammen Leben einzuhauchen und Leiden zu schaffen. Aber dazu war er nicht bereit oder brauchte Jemand Anderen, der ihn begleitet. Das konnte ich erst nicht akzeptieren und bin ja ausgetickt wie ich hier auch beschrieben habe. Nun habe ich aber die Frau gesehen, mit der er diesen Weg beschreiben möchte und ich habe verstanden, dass sie besser zu ihm passt, glaube ich. Da sie wesentlich älter ist und auf mich so wirkt, als habe sie das Leiden für sich bereits bedacht geschaffen - also etwas reifer. Da habe ich verstanden, dass er "böse" gesagt, tatsächlich eher einen Mutterersatz sucht. Und das kann und will ich nicht sein, da ich mich um meinen Sohn kümmern möchte und mir die Liebe zu ihm wichtiger ist.

Naja, der Kontakt zu ihm war fröstelnd, aber ich bin an einem sonnigen Morgen nochmal zu ihm hin und habe mich für meine Aktion entschuldigt und er hat sich entschuldigt dafür, dass er mich so unbedacht in eine LEidenschaft hineingezogen hat, oder wir uns beide, von der zumindest er aber wusste, dass sie nicht von Dauer ist - und mich damit verletzt hat.

Das habe ich alles ohne Rauchen durch. ICh mache auch eine Psychotherapie und die Dame war in Urlaub. Also, ich bin erstaunt und stolz auf mich, es geschafft zu haben. So ist das Leben eben.

So, ein schöner neuer Tag wartet auf uns.
LIebe Grüße
Maria

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