Lamyrus' Tagebuch

Euer Tagebuch ist euer ganz persönlicher Begleiter durch eure rauchfreie Zeit
lamyrus
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Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von lamyrus » Freitag 23. Juni 2017, 20:11

Guten Abend,

ich hab den Weg über Tange Gugl zu euch gefunden ... Dachte ich mir, registrier ich mich mal :)

So ja hmm, also ich (m, 37) hatte erst vor 2,5 Jahren mit dem Rauchen angefangen ... Meine damalige Freudin hatte geraucht und ich dachte mir, es wäre eine besonders kluge Idee dann ebenfalls zu rauchen, damit mich ihr Gestank nicht stört :bravo

Tjo, nachdem Zigis recht teuer sind und ich mittlerweile gesundheitliche Auswirkungen habe, hatte ich mich dazu durchgerungen, mit dem Rauchen aufzuhören.

Also so eine Schachtel täglich war es schon ... Manchmal 3-5 Zigis hintereinander ... Eine viertelte Schachtel hatte ich schon weggeraucht, bevor ich morgens das Haus verlassen hatte. Ging dann auch ziemlich auf meine Konzentration ... Schon krank, wenn man sich das mal überlegt. :)

So naja, aktueller Status: Seit 6.6. im Prinzip rauchfrei, letzten Montag eine Zigi angeraucht, aber angeekelt gleich wieder ausgemacht. Das zähle ich nicht als Ausrutscher ;)

6 Wochen war ich vor einem Jahr schonmal rauchfrei - damals kannte ich die Tücken des Nikotins nicht. Und es gab noch einen halbherzigen Versuch (bei dem ich uhm heimlich geraucht habe^^) im März.

Ansonsten ... hmm ... Hab viel Gegoogelt ... Schon krasses Zeugs dieses Nikotin ... Jeden Mist verbieten sie, aber Bier und Zigaretten haben Tradition ... heuchlerisches Pack ;) Aber eigentlich ist es falsch Alkohol und Tabak zu verbieten, es müsste alles legalisiert (=reguliert freigegeben) werden ... Heroin gibt es halt dann nur in der Apotheke usw ... Sind aber Diskussionen, die glaub ich nicht hier her gehören :)

Also zurück zum Thema ... Ich war ziemlich schockiert, einige Erkenntnisse zu erlangen ...

- 3 Tage ist es schwer zu aufhören ... Dann geht es, aber die Rückfallquote ist >95% innerhalb 6 Monate. Also die ersten Wochen sind vlt nicht einfach, aber aushaltbar, da körperlicher Entzug. Der psychische Entzug hat einen sehr langen Atem und benötigt Monate wenn nicht gar Jahre.
- Nikotin ist eine der süchtigmachensten und schädlichsten Drogen überhaupt. Wenn man sich überlegt, dass ich Obdachlose mit Packungen Zigaretten auf der Straße gesehen habe oder Leute Zigarettenstumpen aus den Aschenbecher zusammen sammeln. Das ist schon Hammer erschreckend. Nikotin baut sich wohl selbst in die unterste Stufe das Jacobschen Bedürfnis-Pyramide ein, was schon unglaublich ist.
- Nikotin lügt ... Es manipuliet und es belügt ... Gaukelt einem eine Belohnung vor und suggeriert jemandem, er würde sich dadurch entspannen und in Wirklichkeit sorgt es selbst für den Stress, um sich unabkömmlich zu machen. Frechheit!

Ist schon harter Stoff ... Aber weshalb würde ich jetzt am liebsten eine Rauchen wollen? ;)

Keine Angst, ich bleibe stark ... Der körperliche Entzug ist im Prinzip vorbei (außer, dass ich noch schlecht schlafe und teilweise Watte im Kopf habe), d.h. ich muss nicht mehr rauchen ...

Viel Geblubber für heute ...

Bis die Tage :)
Thomas

Spassbremse

Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von Spassbremse » Freitag 23. Juni 2017, 20:23

lamyrus hat geschrieben: Also zurück zum Thema ...

Viel Geblubber für heute ...

Thomas
Hallo Thomas, erstmal :wk3

Von der Schädlichkeit des Rauchens musst Du hier keinen überzeugen, deshalb sind wir alle hier :achwatt :freunde Über zwei Wochen hast Du schon geschafft, das ist schonmal super !! Also, einfach weitermachen, heute auch wieder keine rauchen, morgen sehen wir dann weiter. Aber nach zwei Wochen hast Du die schwerste Zeit schon geschafft, also bleib am Ball !

LG, Spassbremse

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Pierrotina
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Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von Pierrotina » Freitag 23. Juni 2017, 22:53

Hi Thomas,

und :wk5 auch von mir.
Liebe Grüße von Piri

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Marc
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Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von Marc » Samstag 24. Juni 2017, 16:51

Thomas,

willkommen in der Runde. Schön das Du da bist.

Spontan dachte ich "hohle Nuss", mit Mitte 30 den Scheiß anzufangen. Jedoch hast Du gut beschrieben, wie Nikotin funktioniert.

Egal, jetzt gehen wir gemeinsam befreit durchs Leben, was richtig Spaß und Freude macht.

Wenn es einmal wackelt, wenn Fragen kommen, immer hier rein.

Ist schon eine saustarke Kombo hier.

RfG, Marc
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Khandro
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Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von Khandro » Sonntag 25. Juni 2017, 11:15

Hi Thomas,

auch von mir ein herzliches Willkommen!

Früher gab es ja tatsächlich Heroin in der Apotheke. Es war ja mal kurzzeitig als Hustenstiller auf den Markt. Die Flasche hatte so ein richtiges schönes Etikett, auf dem der Schriftzug “Heroin“ geschwungen und verziert war. Mit dem Wissen von heute echt unglaublich. Aber auch von Suchtpotential mit Nikotin vergleichbar. Also man wird von beidem in etwa gleich schnell abhängig.

Ich drücke Dir die Daumen für einen guten und rauchfreien Weg.
Liebe Grüße
Khandro


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lamyrus
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Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von lamyrus » Donnerstag 29. Juni 2017, 06:28

Vielen Dank für eure netten Worte :)

Heute gibt es mal wieder ein Update ... Langsam scheine ich besser zu schlafen und die Watte verschwindet - ist aber immer noch da und ich finde es nevig.

Mittlerweile kann ich mich wieder besser konzentrieren und mein Kurzzeitgedächnis kehrt zurück ... Ist echt schwierig als Programmierer und Linux Sys-admin tätig zu sein, wenn man plötzlich nicht mehr weiß, was man vor 5 Sekunden noch machen wollte. Also solang man damit beschäftigt ist, ist es kein Problem, aber wenn man zwischen 2 Tätigkeiten wechseln muss und dann plötzlich vergisst, was das andere eigentlich war, ist schon blöd ...

Hatte immer ein seeeehr gutes Kurz- und Langzeitgedächtnis ... Hoffe ich hab nichts dauerhaft kaputt gemacht ;)

Jo ansonsten ... Hmm ... Montag hätte ich auf einem Stammtisch die Chance zum Schnorren gehabt ... Typ mit Zigis saß direkt neben mir (erstaunlicherweise der einzige Raucher) und der hätte mir sicher eine oder 2 abgegeben ... War wirklich versucht ihn anzuschnorren, habs aber dann doch gelassen. Irgendwie ist es ja dämlich wieder mit dem Drecks aufzuhören ... Irgendwann muss man es eh - dann lieber früher als später. Und jeder Ausrutscher kann einen hunderte an Euros kosten ... mir ist schon deutlich aufgefallen, dass ich plötzlich 150eur mehr Geld am Monatsende hab ...

Manchmal sehe ich parallelen mit Beziehungen ... Eine Beziehung, die einem auf rationaler Ebene nicht gut tut, man sie aber aus emotionalen Gründen nicht beenden kann.

Genauso ist es mit dem Rauchen auch ... Ich weiß, es ist scheiße, aber ich würde trotzdem gerne ...

Die schmerzhafte Trennung liegt schon 3 Wochen hinter mir, jetzt muss ich nur noch über meine verflossene hinwegkommen :beleidigt.gif

Die größten Probleme sehe ich im sozialen Bereich ... Also naja, ich bin nicht so der Weggeher und meine Freundin würde gerne mal weggehen. Da ich jetzt aber nicht mehr rauchen kann, wüsste ich garnicht, was ich dort mit mir anfangen soll. Auch die sozialen 5-10 Minuten mit einem meiner Arbeitskollegen fehlen mir. Das konnte ich durch eine Tasse Espresso mit rauchendem Arbeitskollegen ersetzen, wobei es nicht das Gleiche ist. Und was soll ich denn 3-5 Tassen Espresso am Tag trinken ...^^

Ansonsten hmm ... wie gemeint, es scheint sich langsam zu bessern und einzupendeln ... Nur die Watte im Kopf stört mich noch ziemlich und hoffe, dass das auch mal wieder verschwindet. Tante Gugl hat gesagt, das würde oft auftreten und kann auch schon mal 6 Wochen dauern, bis sie ganz weg ist.

Dann heißt es abwarten ...

Bis dann :)

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Der von der Eva
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Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von Der von der Eva » Donnerstag 29. Juni 2017, 06:51

Thomas,

Auch von mir noch ein herzliches Willkommen hier im Forum.
Also bei mir war das so mit den sozialen Kontakten während der Rauchpausen: Ich wollte das Rauchen aufhören, nicht die sozialen Kontakte. Also ging ich mit Apfel und Kaffee weiter zu den Nikotinikern. Die ersten Male kann das Ziepen, muß aber nicht einmal. Die guten Dinge wollen wir hier nicht anbringen, nur die schädlichen. Mach Dich lediglich darauf gefasst, daß Du nicht viel Motivierendes hören wirst. Viele Leute sind mit der neuen Situation oft mehr überfordert als Du selbst. Klingt komisch, issaberso. :schulter
Du schlägst Dich großartig, bitte weiter so. Tag für Tag.

Alles Liebe,
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Jang
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Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von Jang » Freitag 30. Juni 2017, 01:48

Hallo lamyrus,

Erstmal : :huhu33

Ich hätte da mal ne Frage... ;-)
lamyrus hat geschrieben:

Also so eine Schachtel täglich war es schon ... Manchmal 3-5 Zigis hintereinander ... Eine viertelte Schachtel hatte ich schon weggeraucht, bevor ich morgens das Haus verlassen hatte. Ging dann auch ziemlich auf meine Konzentration ... Schon krank, wenn man sich das mal überlegt. :)
Das verstehe ich nicht ganz. Du hast morgens schon 3-5 geraucht und trotzdem mit einer Schachtel durch den Tag gekommen... Oder verstehe ich das jetzt falsch? Das wäre mir niemals gelungen. Wenn morgens schon 3-5 weg waren, dann waren es am Schluss de Tages mindesdens 30 Stück... Respekt für dich...
lamyrus hat geschrieben:- aber die Rückfallquote ist >95% innerhalb 6 Monate.
Thomas
Darf ich fragen woher du diesen Wert hast? Ich habe ein wenig gegoogelt und leider keine richtig befriedigende Statistik gefunden...

Ich finde, dass du momentan sehr gut unterwegs bist. Man kann erkennen, dass du dich vorbereitet hast.
:enr1

gruss, Jang
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Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von Khandro » Freitag 30. Juni 2017, 13:42

Hallo Lamyrus,

das mit dem Schnorren kenne ich auch, ging mir gestern so, als ich mit einer Bekannten im Raucherraum saß und sie eine nach der anderen weggeraucht hat.

Ich habe früher auch am Morgen die meisten Zigaretten geraucht. In der ersten Stunde waren gleich schon mal drei weg, dann eine auf dem Weg und über den Tag verteilt dann "nur noch" 11 oder 12. Laut Fragebogen zur Nikotinabhängigkeit ist das ein wichtiges Merkmal für eine starke Nikotinabhängigkeit. Aber was soll es, wir rauchen ja jetzt nicht mehr, also müssen wir uns darüber nicht mehr den Kopf zerbrechen!

Die körperliche Abhängigkeit ist schon lange abgehakt.

Das Problem mit der Watte kenne ich auch gut, bei mir ist das auch so. Aber wie Du ja schon gelesen hast, bleibt das nicht ewig. Und überhaupt: Kein Zustand dauert ewig! Gut, ne?!
Liebe Grüße
Khandro


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Mickie
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Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von Mickie » Freitag 30. Juni 2017, 20:05

Huhu Jang,

die Statistikquellen habe ich auch nicht mehr gefunden, aber ich habe mal einen alten Bericht gefunden von mir
Wie bei jeder Sucht gibt es immer eine sehr hohe Rückfallquote. Prozentual schaffen es tolle 2 bis 10 Prozent der Ex-Raucher ein Jahr nicht zu rauchen, der Rest stolpert irgendwann im ersten Jahr. Der durchschnittliche Raucher braucht 6 ernsthafte Versuche um dauerhaft dem Laster zu entkommen. Kann hier im Forum auch irgendwo nachgelesen werden.
Wenn man dann noch beachtet, dass die Hälfte schon in der ersten Woche Rückfällig wird, dann kannst dir überlegen, wie gut du schon dabei bist mit jedem Tag länger weg von der Sucht.

Bekannt ist auch, dass mit Hilfe wie Therapie, Klinik, Arzt, Forum etc., die Wahrscheinlichkeit steigt.

inzwischen bin ich schon recht lange hier im Forum unterwegs und ja die Stolperer und Rückfälligen machen die Mehrheit aus, schön ist allerdings das viele solange bleiben, bis Sie Ihren Weg gefunden haben.

Ich finde wir können das alle schaffen.

Ganz lieben Gruß

Mickie

Glasmurmel

Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von Glasmurmel » Donnerstag 6. Juli 2017, 08:26

Und?
Wie läuft es inzwischen?

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Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von lamyrus » Dienstag 11. Juli 2017, 08:11

So jetzt muss ich zunächst mal kurz eure Antworten aufarbeiten :)

@Jang: Ja genau ... In der Früh hatte ich viele geraucht, bevor ich mich überhaupt motivieren konnte, in die Arbeit zu gehen. Den restlichen Tag kam ich dann mit dem Rest der Schachtel gut aus. Wenn man etwas zu tun hat, ist es kein größeres Problem :)

@Khandro: Ja zum Glück bleibt die Watte nicht ewig :D

So zum aktuellen Status ...

die letzten Tage war ich ziemlich mies drauf ... Ich glaube, ich hab den Tiefstand erreicht und kann jetzt hoffen, dass es wieder besser wird ... Normal bin ich ausgeglichen und nicht aggressiv, aber die letzten Tage ... Da wäre ich schon fast in der U-Bahn einem Mannweib an die Gurgel gegangen, weil sie mich absichtlich angerempelt hat, weil ich ihr im Weg stand. Nunja, Impulskontrolle hab ich noch, mich überraschen nur die Impulse selbst, die ich so nicht kenne.

Gestern war es sehr unangenehm ... Hab Homeoffice gemacht, weil ich nur noch wie ein Zombie unterwegs war und mich nicht konzentrieren konnte ...

Zum Glück ist es heute besser - ich hätte sonst nicht die Energie gehabt, überhaupt etwas zu schreiben.

Ansonsten ja hmm ... immer noch leichte Watte im Kopf ... Ich bereue es, dass ich bei meinem ersten Aufhörversuch, den ich 6 Wochen durchgehalten hatte, dann nicht konsequent war und wieder angefangen hab.

Damals hat mir aber auch die Erfahrung gefehlt, wie sich das nikotinische Teufelszeug wieder einschleicht und wie die Sucht funktioniert ... Damals war ich auch nicht 100% abstinent so wie jetzt, sondern kiffte regelmäßig abends (mit Tabak) und redete mir ein, das würde mir zum Entwöhnen helfen.

Bin aus allem wieder schadlos rausgekommen, kiffe seit 5 Monaten nicht mehr, rauche nicht mehr, hab noch meinen Führerschein usw, also eigentlich alles gut :)

Hmm, ansonsten hab ich zumindest gestern eine leichte Verstimmung gespürt ... Mittlerweile seh ich aber auch wieder Sinn darin, mich auf den Balkon zu setzen und einen Kaffee zu trinken... Also das Leben ist nicht sinnlos ohne Tabak ... Immerhin eine gute Einsicht :)

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Der von der Eva
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Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von Der von der Eva » Dienstag 11. Juli 2017, 09:22

Lamyrus,

Das, was Du als miese Stimmung und Gereiztheit empfindest, dürfte sich aus verschiedenen Dingen zusammen setzen, und man liest im Forum oft davon.
Zum einen ist Entzug seeeehr kräfteraubend. Dieses auf und ab, hin und her, diese Schübe, das kostet immens viel Energie, nach über einem Monat ist man einfach erschöpft.
Dann ist da die Sache mit dem Weichzeichnen. Wir haben Unliebsames weggedrückt, es uns mit sanften Rauchschwaden weich gezeichnet. Wir haben uns eingeredet, die Arbeit ist nicht so schlimm, sich in den Öffis rumschubsen lassen ist ok, und rauchen gehört zum aufhören.
Jetzt, wo der Weichzeichner weg ist, sehen wir die unliebsamen Dinge klarer, schärfer umrissen. Und sie stören daher mehr. Dagegen wehren wir uns (ohne körperliche Gewalt hoffentlich). Wir werden schon etwas kantiger, ehrlicher. Ich finde das ok und normal. Unsere Umgebung muß sich erst mal dran gewöhnen, daß wir etwas wehrhafter werden. Jo, und ich finde das eben ok. :schulter Lass es einfach raus, tät ich sagen.
Ich habe in den Pausen zwischen den Schüben versucht, so viel Energie wie möglich zu tanken. Mir irgendwas zu gönnen. Klar, das ist schon nicht ganz leicht, aber versuchs doch, jedes Quäntchen Kraft und Energie kannst Du zur Zeit sehr gut brauchen.
Bitte weiter durchhalten, Du schlägst Dich großartig.

Alles Liebe,
Robert
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Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von Khandro » Dienstag 11. Juli 2017, 11:44

Ich kann mich Robert nur anschließen. Du machst das eh super, und dieser Zustand ändert sich auch wieder. Bei mir ist es so, dass ich mir gewisse Dinge nicht mehr einfach so gefallen lasse. Ich bin nicht immer ruhig, aber ich hüpfe auch nicht mehr aus der Hose. Gerade im Moment habe ich das Gefühl, dass sich das wieder normalisiert. Bleib weiter dran, denn aufhören willst Du eh und wenn Du jetzt abbrichst, fängst Du in ein paar Wochen wieder von vorn an und ärgerst Dich.
Liebe Grüße
Khandro


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Re: Lamyrus' Tagebuch

Beitrag von lamyrus » Mittwoch 9. August 2017, 08:32

So was gibts denn bei mir neues ... Also hmm ... nicht viel.

Das Thema rauchstopp ist ziemlich ereignislos :) Hab mittlerweile auch Situationen gemeistert, in denen ich nichts anderes zu tun hatte, als eine Schachtel kettenzurauchen - Grillfeste auf einem Pferdehof zB *kotz*

Bin immer noch verwirrt und schwindelig ... Manchmal mehr, manchmal weniger ... Aber kommt mir so vor, als würde es im Mittel stetig etwas besser werden :)

Ansonsten tjo ... hmm ... nix neues^^

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